Pflegende Angehörige - Hilfe zur Selbsthilfe


Kranke Mutter mit Demenz - Überforderung bei der Pflege

Weitere Informationen


Eine Klientin berichtet:

"Ich schäme mich so sehr wenn ich mich bei dem Wunsch ertappe, dass meine Mutter endlich friedlich Einschlafen könnte. Am meisten davon beschämt mich aber, dass mir dabei im Hinterkopf nachschwingt: '...weil ich dann endlich wieder einmal ruhig und laaange schlafen könnte!' Mein Gott, ich weiß gar nicht mehr wie das ist! Ich kann nicht mehr! Ich habe einfach keine Kraft mehr! Ich liebe sie ja und dennoch halte ich diese ständige Unruhe nicht mehr aus. Sie versucht permanent aufzustehen und wenn sie dann vom Sessel rutscht, kann ich sie nicht mehr aufheben. Sie hilft überhaupt nicht mit und wird so schwer wie ein Zementsack. Sie redet auch die ganze Zeit so viele unzusammenhängende Sätze und ich kann ihre Stimme schon gar nicht mehr hören. Sie schimpft mich auch und obwohl ich alles für sie tu - es ist immer zu wenig und nichts passt ihr. Ich werde immer öfter aggressiv und schreie sie an, obwohl sie gar nichts dafür kann! Das ist halt ihre Krankheit. Ich weiß das ja auch alles und doch habe ich keinen Nerv mehr für all diese Dinge. Gleichzeitig weiß ich, dass ich ihre Stimme und so viele andere Kleinigkeiten die mich jetzt so sehr anwidern, einmal schmerzlich vermissen werde!"

 

Sie beginnt zu weinen und wir bleiben daher solange verstärkt bei all ihren aufkeimenden Gefühlen, bis sie wesentlich ruhiger ist. Sie erzählt, dass sich ihre Geschwister überhaupt nicht um die Mutter kümmern würden, dass demnach die ganze Verantwortung und Last voll auf ihr liegen würde. Auch daran arbeiten wir erfolgreich.


 

Ihr Blick wird wieder klarer, sodass wir an den Ressourcen und den möglichen Hilfen zur Entlastung arbeiten können. 

Schon beim Heimgehen freut sich die Klientin auf die nächste Sitzung weil sie merkt, dass sich ihre Einstellung zur Mutter, bzw. zur Gesamtsituation positiv verändert hat. Sie ist weit ruhiger, die Gedanken an ihre Daheim stressen sie nicht - im Gegenteil: Sie weiß, ihre Mutter nach langer Zeit wieder liebevoll in den Arm nehmen zu können. 

 

Sie hat erkannt welche Versuche sie zur Entlastung unternehmen kann und wird ihre Geschwister ein wenig mehr mit ins Boot holen. Sie hat nämlich plötzlich bemerkt, dass sie nicht alleine für die Mutter verantwortlich ist und, dass sie selbst einen großen Part an dieser bislang festgefahrenen Situation mitzutragen hat. Weil sie nämlich selbst nicht loslassen konnte und meinte, über alles die Kontrolle haben zu müssen. Dieses Kommandieren war einigen Geschwistern offensichtlich irgendwann zu viel, sodass sie sich zurückgezogen hatten.  

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Klientin lernt zusätzlich, wie sie sich vor Ort selbst helfen kann - wenn wieder aggressive Gefühle aufkeimen sollten, oder unverhoffte Situationen Hilflosigkeit, Verzweiflung & Co puschen würden.

 

Rückmeldung

Bereits am nächsten Tag bekomme ich einen Anruf:

"Ich kann es nicht fassen! Meine Mutter ist seit dem Zeitpunkt meines Heimkommens viel ruhiger und wirkt sehr entspannt, sie schimpft nicht mehr mit mir und wir hatten eine total ruhige Nacht! Ich bin so glücklich und hoffe so sehr, dass dieser Zustand lange anhält! Ich habe auch mit meinen Geschwistern sehr konstruktiv reden können und wir treffen uns noch diese Woche, um einmal in Ruhe über die ganze Lage reden zu können."

 

Die kranke Frau hat instinktiv bemerkt, dass meine Klientin nicht mehr aggressiv und hilflos ist. Sie spiegelt den Fels in der Brandung und gibt der alten Frau somit Sicherheit. Dementsprechend kann sie sich auf ihre Tochter verlassen, ist nicht mehr unsicher und braucht nicht mehr zu 'rebellieren'. Diesen Halt belohnt sie mit Zufriedenheit und Ruhe.

 

Weil meine Klientin nicht mehr die aggressive Haltung aussendet, sondern Liebe und Freude, ändert sich auch dieses Spiegelbild. Druck erzeugt schließlich Gegendruck, Liebe erzeugt Gegenliebe ...  

 

Demzufolge wird sich diese positive Veränderung auch nicht mehr so schnell ins Gegenteil wenden.

 

Sollten Sie in einer ähnlichen Situation sein und wieder neue Perspektiven und Kräfte brauchen, oder schlichtweg 'nur' einmal all ihren Frust, Ihre Sorgen und Befürchtungen loswerden wollen, so freue ich mich, Sie bei mir begrüßen zu dürfen!

Ich bin sicher, Sie gehen weit gestärkter und zuversichtlicher weg, als Sie angekommen sind.  

So finden Sie mich:

Aktuelle und spezielle Angebote

Allgemeine Informationen


Edith Ponzer

Schießstattgasse 58/ 1/ 6 (1. Stock, re. letzte Tür)

2000 Stockerau

Bez. Korneuburg, nordöstl. von Wien

 

Handy: 0680 / 2031005

E-Mail:  ponzer@gmx.at

 

Mentalcoach nach dem Motto:

'bewusst hinsehen-befreit rausgehen'

 

genaue Wegbeschreibung s. 'Kontakt'

9-tlg. Seminarreihe über 2 Semester

Beginn 14. / 15. Februar 2020

s. Kurse & Workshops


Einzelseminare:

Lebens-Mutig/ Angstbewältigung:

Dienstag,   12. 5. 2020            9:00 - 18:00 Uhr

Mittwoch,   17. 6. 2020           9:00 - 18:00 Uhr

 

Sterben & Tod:

Teil 1: Freitag, 20. 3. 2020      9:00 - 18:00 Uhr

Teil 2: Freitag, 03. 4. 2020      9:00 - 18:00 Uhr

 

Biographiearbeit & Resilienz:

Krisenbewältigung:

Dienstag, 28. 5. 2020              9:00 - 18:00 Uhr


Video: Psychologische Beratung, FV Personenberatung und Personenbetreuung https://www.youtube.com/watch?v=V_fzUEMbCX0

 

Nachdem ich meine Webseite umgestalte, sind derzeit viele Beiträge nicht einsehbar. Ich hoffe auf Ihr Verständnis, die fehlenden Themen / Seiten werden sukzessive freigeschaltet.


Zur besseren Lesbarkeit habe ich Großteils auf geschlechterspezifische Bezeichnungen verzichtet. Selbstverständlich sind bei all meinen Berichten stets Frauen und Männer in gleicher Weise gemeint.